Skoliolotti zeigt auf eine Tafel, auf der geschrieben steht: "Mein Skoliosejahr 2025 - Ein Erfahrungsbericht von Chrissie".

Meine Skoliose Reise 2025 – Erfahrungsbericht von Chrissie

Nach Jahren mit wenig Aufmerksamkeit für meine Skoliose wurde der Alltag zunehmend schmerzhaft – bis ich beschloss, aktiv zu werden. Nach zahlreichen Arztbesuchen, Recherchen und dem Wiedereinstieg ins Korsett- und Schrothtraining fand ich mit dem interaktiven Programm von Skoliofit neue Motivation und Strategien, um mit meiner Skoliose besser umzugehen. Heute habe ich weniger Schmerzen, mehr Wissen und neue Hoffnung, meinen Rücken langfristig gesund zu halten.

Inhalt

Nachdem ich viele Jahre meiner Skoliose fast keine Aufmerksamkeit geschenkt habe, bin ich mit 38 Jahren an einem Punkt angekommen, an dem ich wusste: so kann es nicht weitergehen. Ich hatte Schmerzen bei jeder Bewegung und ich sah auch mit bloßem Auge, dass sich mein Rücken mittlerweile sichtbar verschlechtert hatte.

Ratschlag Versteifungs-OP: muss die wirklich sein?

Erster Anlaufpunkt: Orthopäde, Röntgen und MRT – meine Bögen waren mittlerweile auf 44 Grad in der Brustwirbelsäule und 52 Grad in der Lendenwirbelsäule gewachsen. Mehrere Orthopäden und Wirbelsäulenspezialisten rieten mir eindringlich zur Versteifungs-OP. Nagut, wenn es gar nicht anders geht, dann kann das schon irgendwann eine Option sein, aber für mich stand fest: jetzt nicht! Ich hatte mir das Ziel gesetzt, nun alles in die Hand zu nehmen, damit es mir besser geht und ich die OP nach hinten schieben oder bestenfalls ganz vermeiden kann.

Skoliose Communities im Internet

Als nächstes durchforstete ich das Internet. Ich hatte mich 20 Jahre nicht mehr mit der Krankheit beschäftigt und so startete ich zunächst mit sehr viel Recherche. Ich las viele Bücher und Blogs, hörte sehr viele Podcasts, entdeckte Skoliose Communities auf Facebook, Instagram Accounts und fand auch in meiner Stadt eine Skoliose Selbsthilfegruppe, mit der ich mich regelmäßig traf. All das half mir sehr, die Krankheit, den Verlauf und die Therapien zu verstehen und mehr Klarheit zu bekommen.

Könnte ein Korsett bei meiner Skoliose helfen?

Auch wenn ich das Ding als Jugendliche hasste – wollte ich es ebenfalls nochmal mit einem korrigierenden Korsett versuchen. Das konnte ich auch einige Zeit später bekommen und trug es seitdem circa 4-6 Stunden täglich.

Mein Plan: Nach Schroth trainieren aber wie?

Während der Skoliose Recherche hörte und las immer wieder von guten Erfolgen durch Schroth-Übungen und -Atmung. Als Jugendliche hatte ich mal Schroth Übungen erlernt. Das war mittlerweile über 20 Jahre her und ich konnte mich kaum noch daran erinnern. Ich fasste den Plan, intensiv nach Schroth zu trainieren – nur wie? Ich telefonierte unzählige Physiotherapie Praxen in meiner Nähe ab: entweder keine Schroth-Ausbildung oder keine freien Termine. Auf die Bewilligung und einen Termin für eine stationäre Schroth-Reha wollte ich auch nicht warten.

Ich wurde Testperson für ein neues Online-Schroth-Programm

Zu meinem Glück sah ich dann einen Aufruf von Skoliofit, dass Testpersonen für ein neues Online Schroth-Programm, die interaktive Anfängerschulung, gesucht werden. Ich meldete mich an und bekam kurze Zeit später alle wichtigen Zugänge und Informationen zugesendet. Mit detaillierten und verständlichen Text-, Video- und Audio-Anleitungen erlernte ich ca. sieben Basic Schroth Übungen, die ganz speziell auf mein Skoliosemuster ausgerichtet sind. Es war unglaublich motivierend den Kurs selbstständig durchzuarbeiten. Es war alles sehr liebevoll und anschaulich dargestellt und es gab kleine Wiederholungsfragen am Ende jeder Einheit. Ich konnte selbst entscheiden, wann, in welchem Tempo und wo ich das Programm bearbeite, ob mit Smartphone, Tablet oder Laptop. Meine Übungsausführung habe ich per Video an Skoliofit geschickt und zeitnah sehr detailliertes Feedback dazu erhalten, welches ich auch gut umsetzen konnte.

Was so ein Skoliose-Online-Kurs bewirkt

Während ich das Programm durchlaufen habe und auch danach, hat sich der Umgang mit meiner Skoliose maßgeblich positiv verändert. Denn ich bekam nicht nur Schroth-Übungen vermittelt, sondern habe unglaublich viel über Skoliose, Anatomie und Atmung gelernt. Ich habe gelernt, meinen Körper viel besser zu spüren und meinen Stand, Sitz oder Alltagsbewegungen entgegen meiner Skoliose zu korrigieren. Ein großer Teil galt auch dem Mentaltraining – hier vermittelte der Kurs eindringliche Tipps, wie ich mich motivieren kann, die Übungen regelmäßig zu machen und auch langfristig dranzubleiben. Auch habe ich verstanden, in welcher Intensität und Frequenz ich am besten trainiere, damit die Muskulatur gestärkt wird. Dieser ganzheitliche Ansatz aus vielen Themen- und Lebensbereichen machte das Programm für mich besonders wertvoll.

Das Jahr ist nun fast vorbei Zeit ein Fazit zu ziehen

Die Skoliose ist wieder ein bewusster Teil meines Lebens geworden. Ich achte viel mehr auf mich, mache regelmäßig Schroth und Yoga, höre ganz genau, was mein Rücken “sagt”, gönne mir Pausen oder mal eine Massage. Die Schmerzen sind besser geworden und kontrollierbarer. Ich weiß mittlerweile, was ich tun muss, um sie im Rahmen zu halten.

Optisch hat sich mein Rücken auch verbessert – die Rotation ist geringer geworden und ich stehe wesentlich besser im Lot. Auch ein aktuelles Röntgenbild zeigt: keine Zunahme der Gradzahlen nach zwei Jahren (sogar eine kleine Verbesserung der Gradzahlen wurde gemessen, aber diese könnte man auch der Messtoleranz zuschreiben). Alles in allem bin ich zufrieden und hoffe, dass ich mit all den Maßnahmen eine Verschlechterung in Schach halten kann.

Foto im Vergleich Januar 2025 und Oktober 2025

Ich bin unglaublich dankbar, die interaktive Anfängerschulung von Katja Schumann testen zu dürfen und wünsche mir, dass damit noch mehr Menschen mit diesem Schroth Online-Programm von Skoliofit einen besseren Umgang mit ihrer Skoliose erlernen.

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